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2018: Diese Trends verändern die Fertigungsindustrie

07 Feb 2018

Nach Ansicht von IFS wird die Fertigungsindustrie im Jahr 2018 vor allem von 3 Entwicklungen geprägt: Internet of Things (IoT), Servitization und 3D-Druck 

 

Der ERP-Spezialist IFS erläutert, wie diese 3 Entwicklungen die Digitalisierung der Fertigungsindustrie 2018 weiter vorantreiben werden:

 

1. IoT als fester Bestandteil des Produktdesigns
Bislang wurde IoT-Technologie in Fertigungsunternehmen vor allem ergänzend eingesetzt. Fertige Produkte wurden mit Sensoren ausgestattet, um von der Peripherie der Anlagen, Maschinen oder Geräte Informationen über das IoT zu senden. Das wird sich laut IFS 2018 grundlegend verändern. Fertigungsunternehmen werden die Möglichkeiten des IoT zunehmend von Anfang an einbeziehen und sie zum festen Bestandteil ihres Produktdesigns machen. So wird das IoT zum Gehirn der Produkte avancieren, das über ihren gesamten Lebenszyklus Daten aus ihrem Innersten sendet oder dort empfängt. Auf diese Weise wird bspw. das Smart Manufacturing weiter vorangetrieben und  Ferndiagnostik und Fernwartung werden optimiert. 

 

2. Services werden immer mehr zum Umsatzgaranten
In Zeiten zunehmend umkämpfter Märkte wird die Differenzierung und Kundenbindung für Fertigungsunternehmen immer wichtiger. Den Weg dorthin eröffnet ihnen die sogenannte Servitization – also die Ergänzung ihrer Produkte um innovative Services oder sogar die Realisierung komplett serviceorientierter Geschäftsmodelle. Einige Fertigungsunternehmen nutzen bereits erfolgreich Digitalisierungstechnologien, um ihr Angebot zu „servitizieren“. Dazu zählt bspw. der Automobilzulieferer, der nicht länger nur Systeme für einen Automobilhersteller liefert, sondern auf Basis von Big-Data-Auswertungen dessen Ersatzteillager betreibt. Derartige Modelle werden sich 2018 stark verbreiten, sodass schon in wenigen Jahren die meisten Fertigungsunternehmen über die Hälfte ihrer Umsätze durch Services generieren.

 

3. Der 3D-Druck wird erwachsen
Ähnlich wie das IoT wird auch der 3D-Druck 2018 in eine reifere Phase eintreten und beginnen, sein volles Potenzial zu entfalten. Bislang wurde diese Technologie vor allem im kleinen Maßstab genutzt, etwa bei der Herstellung von Hörgeräten oder Schmuck. Die größten Hindernisse für einen breiten Einsatz waren bis dato vor allem die zeitaufwändigen Vor- und Nachbearbeitungen und die Tatsache, dass 3D-Drucker nur vergleichsweise kleine Kapazitäten herstellen konnten. Diese Hindernisse werden nun von neuen, hochinnovativen 3D-Druck-Unternehmen zunehmend beseitigt. So hat bspw. Stratasys eine Lösung entwickelt, die drei Drucker in einem Stack miteinander kombiniert. Die Lösung ist hochskalierbar, kann 1.500 bis 2.000 Komponenten pro Tag produzieren und erreicht damit eine Wirtschaftlichkeit, die als Katalysator für den Erfolg der 3D-Druck-Technologie wirken wird.

Quelle: ifs