Accessability Links
Subsectors

Künstliche Intelligenz in Autos - Verbrecherjagd bald mit Knight Rider Feeling?

02 Feb 2018

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn und ein Auto taucht hinter Ihnen auf. Es fährt neben Ihnen. Dann überholt es Sie. Jetzt fährt es vor Ihnen. Plötzlich erscheint das blinkende Display „Polizei -Bitte Folgen“. Sie halten pflichtbewusst an und steigen aus dem Wagen. Doch dort vorne tut sich einfach nichts. Die Polizisten schätzen Sie nicht etwa als Gefahr ein – Der Wagen vor Ihnen ist nämlich leer! Sie wurden gerade vom Knight Rider der Gesetzeshüter angehalten. 

 

So oder so ähnlich könnte es Verkehrssündern oder auch Kriminellen in Zukunft ergehen. Ford hat ein Patent angemeldet, welches der Polizei die Verbrecherjagt mit Hilfe künstlicher Intelligenz erleichern soll. Das Patent sieht ein autonom fahrendes Auto vor, welches mit Kameratechnik, Gesichtserkennung und kabelloser Datenübertragung ausgestattet ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind viefältig:  Erkennen und Verfolgen von Zielpersonen aus sicherer Entfernung, ultraschnelles Überprüfen von Fahrzeughaltern bei Kontrollen.  Oder eben das Knöllchen in „Echtzeit“. 
Ford geht das Ganze eine Nummer kleiner an. In dem Patent geht es zunächst nur um die Registrierung kleinerer Regelverstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen oder das Mißachten von Verkehrsschildern. Kommt es zum Verstoß, so registriert das Hightech-Auto diesen und erfasst den Fahrzeughalter. Was ist neu? Das „intelligente“ Polizeifahrzeug kommuniziert mit dem Zivilfahrzeug, und zwar in Echtzeit. Per Wifi wird das Zivilfahrzeug kontaktiert und bekommt ein Ticket. Das „wireless Knöllchen“ sozusagen. Ob der ertappte Fahrer dann auch in Echtzeit zahlen soll, darüber verrät das Patent nichts. 

 

Die von Ford erdachte Technologie soll in erster Linie der Polizei dienen, nicht etwa die Polizisten ersetzen. Schließlich ist gerade beim Entschärfen gefährlicher Situationen eine jahrelang geschulte Intuition und Menschenkenntis unabdingbar. Zum anderen sind Situationen insbesondere im Straßenverkehr auch durch Umstände beeinflusst und somit wohl in letzter Instanzt auch Auslegungssache. Damit passt nicht alles in die Welt der Einsen und Nullen. 
Der Erfindergeist hinter dem Patent zeigt, dass auch Ford die menschliche Komponente durchaus einkalkuliert. Der Automobilhersteller rechnet wohl nicht damit, dass sich der Fahrer der Zukunft nur noch ohne Zutun durch die Gegend kutschieren lassen möchte. Sollte die gleiche Technik auch in den zivilen Fahrzeugen verbaut sein, so solle es – jedenfalls in der Theorie – nämlich gar nicht erst zu regelwidrigem Fahrverhalten kommen.  

Klicken Sie hier, um Jobs anzuzeigen, die derzeit im R&D- Bereich verfügbar sind.