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Studie bestätigt riesiges Potential für Solaranlagen auf Mietshäusern

10 Feb 2017
Knapp 370.000 Wohngebäude in Deutschland sind für Solaranlagen auf dem Dach geeignet. Auf diese Art könnten bis zu 3,8 Millionen Mietwohnungen – das sind 18 Prozent aller vermieteten Wohnungen im Land – mit sauberem Strom versorgt werden. Das geht aus einer Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.

Das Potential für Solarstrom auf Wohngebäuden ist laut der Studie riesig. Bis zu 14 Terrawattstunden Solarstrom pro Jahr könnten auf diese Art erzeugt werden. Das würde einen Anstieg der Solarstromerzeugung um 36 Prozent bedeuten. „Dies wäre ein wesentlicher Beitrag zum dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere in verdichteten Gebieten“, so das Fazit der Studie.

Um das Potential ausschöpfen zu können, haben die Macher der Studie, die Prognos AG und die Kanzlei Boos Hummel & Wegerich, dem Ministerium eine neue Fördersystematik innerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nahegelegt. „Zielgenauer und besser steuerbar wäre ein direkter Förderansatz, der die Kostenunterschiede verschiedener Anlagengrößenklassen in den Mieterstrommodellen aufgreift“, heißt es in der Studie.

Mieterstrom mit Solaranlagen auf Wohngebäuden hätte nicht nur für Klima- und Umweltschutz Bedeutung. Es würde die Energiewende auch von ländlichen Regionen und Eigenheimbesitzern in die Städte holen. Die verbrauchen immerhin auch am meisten Energie.