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Chemiebranche im Wandel – Chemie 4.0

08 Mai 2019

Chemiebranche im Wandel – Chemie 4.0

Im Bereich der chemischen-pharmazeutischen Industrie ist ein verstärkter Druck der Digitalisierung spürbar. Seit Jahren haben die großen Konzerne viele Investitionen getätigt und auch der Mittelstand rüstet auf. Führungskräfte sind sich sicher, durch die Digitalisierung der Branche lässt sich ein nachhaltiges Wachstum schaffen.

 

Die Veränderungen umfassen nicht nur die Produktionsbereiche sondern schaffen eine komplette Transformation der Wertschöpfungskette.

 

Die Produktion kann durch die gesteigerte Nutzung neuer Medien optimiert und verschlankt werden. So ist vorstellbar, dass sich neue Erzeugnisse unter einwirken von 3D-Drucken und Virtual Reality komplett produzieren und realisieren lassen. Bereits jetzt wird durch die vorhergegegangenen Automatisierungen eine Produktionsoptimierung geschaffen, da die aktuellen Mittel eine bessere Überwachung durch Sensoren und automatischen Frühwarnsysteme ermöglichen.

 

Man darf jedoch bei der Chemie 4.0 nicht nur den reinen Produktionsprozess betrachten. Auch alle vorgelagerten und nachgelagerten Schritte sind hiervon betroffen. Die gesamte Wertschöpfungskette wird sowohl horizontal wie auch vertikal durch die Automatisierung der Beschaffungs- und Absatzmärkte beeinflusst.  Bereits heute ist der Wert der Anlagenautomatisierung in der chemischen Prozessindustrie nicht zu unterschätzen und wird sich auch weiterhin vergrößern. Das stellt auch an die Arbeitswelt neue Herausforderungen!

 

Spezialisten aus IT und Chemie

 

So wird auch im Bereich der Chemieindustrie den Spezisalisten im IT-Bereich eine größere Rolle zukommen. Die Datenmengen, die durch die neue Technik zur Verfügung stehen, müssen verarbeitet werden. Aktuell geben 60% der chemischen Unternehmen an, dass für eine erfolgreiche Transformsation eine digitale Strategie benötigt wird. Um diese erfolgreich zu entwickeln bedarf es daher einer Mischung aus Revolution und Evolution der Branche um die neuen Verfahrensweisen zu integrieren.

 

Auch wenn bereits andere Industriezweige erfolgreich die Produktion 4.0 integriert haben, kann die Chemiebranche nicht auf fertige Lösungen zurückgreifen sondern muss ihren eigenen Weg finden.

 

Die Hoschschulumgebung ist daher nun dabei sich an die Anforderungen dieses neuen Arbeitsmarktes anzupassen. So hat die technische Hochschule Rosenheim bereits einen neuen Studiengang mit dem Titel Chemtronik integriert. Dieser vernetzt die verfahrenstechnischen Prozesse und Anlagen mit den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. Der Schwerpunkt dieses Ingenieurzweiges soll die Herausforderungen in dem Bereich Big Data zur Optimierung von Produktionsverfahren durch verschieden Einflüsse und Schwankungen beinhalten. Das Ziel ist einen Ingenieur mit Querschnittskompetenz im Bereich digitaler Steuerung und Automatisierungstechnik für den Markt bereitzustellen.

 

 

Hier können Sie weiteres zu dem Thema lesen:

https://www.foerderland.de/digitale-wirtschaft/chemie-40/

 

https://www.chemanager-online.com/themen/strategie/chemie-40-erfolgsfaktoren-der-zukunft